Totenehrung und Volkstrauertag 2015

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„Zeichen gegen das Verdrängen“. Am Volkstrauertag an die Gräueltaten der Weltkriege erinnert



Am Samstag gedachte die Pfarrei Hartkirchen denin beiden Weltkriegen gefallenenund vermissten Kameraden. Einenwürdigen Rahmen gaben die Vereinsabordnungen der Freiwilligen Feuerwehr Hartkirchen und der Prinzenschützen Pitzling mit ihren Fahnen. Der Gottesdienst wurde vom Kirchenchor unter der Leitung von Kirchenmusiker Peter Hilger musikalisch umrahmt. Pfarrer AdiOrtmeier zelebrierte den Gedenkgottesdienst.

Im Anschluss daran begann der Gedenkakt zum Volkstrauertag, der vom Kirchenchor auf sehr eindrucksvolle Weise mit dem Lied „Teure Heimat“ aus „Nabucco“ von Giuseppe Verdi begonnen wurde. Der Volkstrauertag ist ein bedeutsamer Termin im November, begannder Geistliche seine Ansprache, dieser Tag ist den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gewidmet.Kommandant Christian Schmerbeck verlas die Namen der aus der Pfarrei Hartkirchen gefallenen und vermissten Kameraden der beiden Weltkriege vor. Anschließend sprach Bürgermeister Max Schadenfroh am Ehrenmal, das vor dem Altar aufgebaut war, zu den Anwesenden. „Wir haben uns hier versammelt, um der Menschen zu gedenken, die in der Vergangenheit wie in unserer Gegenwart Opfer von Krieg und Gewalt wurden, und um uns zu fragen, was wir heute für Frieden, Freiheit und die Wahrung der Menschenrechte tun können“,begann Schadenfroh seine Ansprache. Was Krieg und Gewalt für ein Volk bedeuten, kann man ganz nahangesichts der derzeitig dramatischen Lage in Frankreich mit den grausamen Morden islamistischer Terroristen miterleben. Das Gemeindeoberhaupt bat um eine stille Gedenkminute für die Getöteten dieses Terroraktes in Paris. Der Volkstrauertag sei ein Tag stillen Gedenkens, ein Tag des Innehaltens und der Mahnung.„Der Volkstrauertag setzt ein Zeichen für Frieden und ein menschenwürdiges Dasein. Und gegen das Vergessen, das Verdrängen und das Verfälschen“, erklärte Schadenfroh abschließend. Gedenken sei nicht nur auf die Vergangenheit gerichtet, Gedenken beziehe sich auch auf die Gegenwart, betonte das Gemeindeoberhaupt. Denn Erinnern bedeutet nicht nur, um Menschen zu trauern, die man verloren hat, oder Verlustedurch Krieg und Diktatur zu beklagen, sondern auch, Schlüsse aus dem Vergangenen zu ziehen und sie auf das Heute anzuwenden. Im Anschluss an seine Ansprache legte Bürgermeister Max Schadenfroh im Namen der Marktgemeinde zusammen mit dem FFW-Vorsitzenden Markus Maidl zum ehrenden Gedenken einen Kranz am Mahnmal nieder. Zu Böllerschüssen und dem Lied vom guten Kameraden senkten sich die Fahnen.