FFW Hartkirchen und FFW Reichstorf gedenkt den Kriegsopfern.

am .


3. Bürgermeister Werner Straubinger legte im Namen der Bürgerschaft der Marktgemeinde mit dem Vorsitzenden der FFW Hartkirchen, Markus Maidl, einen Kranz am Mahnmal nieder.

Hartkirchen/Reichstorf. Am Samstag, am Vorabend zum Volkstrauertag, gedachte die Pfarrei Hartkirchen den in beiden Weltkriegen gefallenen und vermissten Kameraden. Die Totenehrung wurde in Reichstorf und mit der FFW Reichstorf durchgeführt, weil die Pfarrkirche in Hartkirchen derzeit im Inneren renoviert wird. Einen würdigen Rahmen gaben die Vereinsabordnungen der Freiwilligen Feuerwehr Hartkirchen, FFW Reichstorf mit ihren Fahnen.

Vor dem Kriegerdenkmal begann der Gedenkakt zum Volkstrauertag. „Der Volkstrauertag ist ein bedeutsamer Termin im November“, begann Pfarrer Adi Ortmeier seine Ansprache. „Dieser Tag ist den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gewidmet.“ Der Geistliche betete mit den Kirchgängern für die Opfer der beiden Weltkriege sowie für den Frieden auf der ganzen Welt. Kreisbrandmeister Max Schraufnagl verlas die Namen der aus der Pfarrei Hartkirchen gefallenen und vermissten Kameraden der beiden Weltkriege vor. Die Namen der Gefallenen und Vermissten aus Reichstorf und Umgebung verlas der Reichstorfer FFW-Vorsitzende Alois Stömmer.

Anschließend sprach 3. Bürgermeister Werner Straubinger am Ehrenmal. „Angesichts der derzeitig dramatischen Lage in unserem Nachbarland Frankreich und den grausamen Morden islamistischer Terroristen werden wir am heutigen Tag auf grässlichste Art und Weise daran erinnert, was Krieg und Gewalt für ein Volk bedeutet und wie nah er doch ist.“ In einer Schweigeminute gedachte man der Getöteten und deren Angehörigen dieses gemeinen Terroraktes in Paris. Der Angriff auf Frankreich ist auch ein Angriff auf uns, betonte 3. Bürgermeister Werner Straubinger. „Deutschland und Europa stehen derzeit vor einer der größten Herausforderungen, die seit Ende des 2. Weltkrieges zu bewältigen ist. In den vergangenen eineinhalb Jahren haben bedeutende weltpolitische Umwälzungen stattgefunden. Von den zerfallenden und im Bürgerkrieg versinkenden Staaten gehen massive Flüchtlingsströme in Richtung Europa und ganz speziell nach Deutschland aus.“ Schätzungen zufolge gehe man von 1,5 Millionen Flüchtlingen aus, die bis Ende des Jahres in Deutschland eine neue Heimat suchen.

„Ja, wir haben die uneingeschränkte humanitäre Pflicht, Kriegsflüchtlingen und Vertriebenen zu helfen. Aber Deutschland kann nicht die ganze Welt retten“, meinte Straubinger. „Ein vereintes und gut funktionierendes Europa bringt Frieden und Freiheit. Wir dürfen bei aller Kritik an der Architektur Europas die erhöhte Gewähr des Friedens in unserem Land nicht vergessen. Wir brauchen Europa“, betonte Straubinger. „Wir stehen heute vor unserem Denkmal, weil unser Volk viel Leid und Trauer ertragen musste. Wir sind dazu verpflichtet, unseren Beitrag für den Frieden zu leisten. Wir müssen weiter über den Krieg reden und nachdenken, damit der Frieden langfristig gesichert bleibt“, sagte Straubinger.

Zum Zeichen der Verbundenheit legte Straubinger namens der Bürgerschaft der Marktgemeinde Eichendorf mit dem Vorsitzenden der FFW Hartkirchen, Markus Maidl, einen Kranz am Mahnmal nieder. Anschließend fand ein Gottesdienst in der Reichstorfer Filialkirche statt.

(Text: Jahrstorfer)