Josefine Flieger zu Grabe getragen

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Hartkirchen. Eine große Trauergemeinde hat sich am Freitag in der St. Laurentius-Kirche in Dornach versammelt, um Abschied zu nehmen von Josefine Flieger aus Hartkirchen, die am 1. Februar verstorben ist. Das Requiem zelebrierte Pfarrer Alexander Aulinger, für einen feierlichen musikalischen Rahmen sorgte der Kirchenchor. Die Bestattung fand auf dem Friedhof in Hartkirchen satt.

Im Garten war Josefine Flieger im Sommer anzutreffen. Da konnte sie abschalten. Der Garten war ihr Hobby. „Blumen, Kräuter, da ging ihr das Herz auf“, begann der Geistliche seine Traueransprache. Geboren wurde Josefine Flieger am 1. März 1935 in Asbach, Gemeinde Roßbach. Die Kindheit verbrachte sie in den Wirren des Zweiten Weltkrieges in einem wohlbehütenden Elternhaus mit ihrem Bruder in Asbach. Nach dem Schulabschluss verbrachte sie ihre Ausbildungszeit im Brauereigasthof Wasserburger in Dingolfing.

Am 10. Juli 1958 heirate sie Alfons Flieger aus Hartkirchen. Zwei Kindern schenkte „Fine“ das Leben: Eleonore und Alfons. Sie arbeitete in der Gastwirtschaft und in der Filiale der Metzgerei Schneid aus Eichendorf. Josefine Flieger war eine Wirtin mit Leib und Seele. Kochen war ihre Leidenschaft. Sie war gesellig und humorvoll, nichts konnte sie aus der Ruhe bringen.

Besonders liebte sie die Gesellschaft mit dem Stammtisch und der Freiwilligen Feuerwehr Hartkirchen. Hier war sie auch als einzige Frau Ehrenmitglied. Später gründete sie mit den Frauen aus Hartkirchen und Umgebung einen Frauenstammtisch.

Doch bei alledem kam immer zuerst ihre Familie. Sehr stolz war Josefine Flieger auf ihre drei Enkel und zwei Urenkel. Ein schwerer Schicksalsschlag war der Tod ihres Mannes Alfons am 9 Juni 2009. Nach mehreren Operationen am Knie und Hüftgelenk in den letzten Jahren erholte sie sich gut und verbrachte einen angenehmen Lebensabend, bis sie am 30. November ins Krankenhaus nach Deggendorf eingeliefert wurde und dort am 1. Februar verstarb.