Florianitag 2017

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Die Freiwillige Feuerwehr Hartkirchen hatte am Samstag zum Florianifest eingeladen. Zum Festzug zur Kirche versammelten sich die Wehrmänner mit den Ehrengästen, Bürgermeister Max Schadenfroh, Fahnenmutter Beate Kirschner-Schraufnagl und Kreisbrandmeister Max Schraufnagl beim Gasthaus Flieger, von da aus ging es zum Gotteshaus zog. Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Adi Ortmeier, die Lesung und die Fürbitten trugen Mitglieder der Hartkirchener Wehr vor. Für Musik sorgten die Vilstaler Blosn und der Kirchenchor.

„Der Grundsatz der Feuerwehr ‘Gott zur Ehr’, den Menschen zur Wehr’ zeigt auf, dass beides zusammengehört: der Dienst für den Nächsten und die Bereitschaft, Gott die gebührende Ehre zu erweisen“, begann Pfarrer Ortmeier seine Predigt. Der heilige Florian kam in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts zur Welt. Er machte Karriere als hoher römischer Beamter: In diesem Beruf hat er Sachkenntnis und Verantwortungssinn mit der Bereitschaft verbunden, anderen Menschen zu helfen. Zu Beginn des 4. Jahrhunderts brach unter Kaiser Diokletian eine große Christenverfolgung aus. Als Florian, der zu dieser Zeit nicht mehr im aktiven Dienst stand, davon erfuhr, dass 40 Christen in Lauriacum verhaftet worden seien, fasste er den Entschluss, ihnen zu Hilfe zu eilen. Unweigerlich riskierte er dabei sein eigenes Leben, als er sich als Christ bekannte. Weil er auch unter Misshandlung und Folter den Glauben nicht aufgab, wurde ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und Florian wurde auf diese Weise in der Enns ertränkt. Wieso ist Sankt Florian gerade der Patron der Feuerwehr? Pfarrer Ortmeier beantwortete die Frage. Nicht nur die Beziehung zum Wasser ist es, sondern noch mehr die Bereitschaft zum lebensgefährlichen Einsatz für seine Mitmenschen. Anstatt unbeteiligt zuzusehen, wie unschuldige Menschen den Tod erlitten, suchte er nach einem Weg. „Ist das nicht immer wieder auch die Aufgabe einer freiwilligen Feuerwehr?“, fragte der Geistliche. Wie viele Stunden ihrer Freizeit und Ruhe opfern die Feuerwehrkameraden, um Menschen in Gefahr und Bedrohung zu helfen? Wer einen solchen Dienst ausübt, kann sich im Ernstfall nicht einfach durch Nichtstun aus der Affäre ziehen, sondern wird bereit sein zum Ganzeinsatz seines Lebens für die bedrohten Menschen. Gerade aus seinem Glauben holte sich der heilige Florian die Kraft, um für die Menschen in Not da zu sein. „So soll auch uns der Glaube an Jesus Christus immer wieder neu inspirieren zum Einsatz für die Brüder und Schwestern in Lebensgefahr“, betonte Ortmeier.

Nach dem feierlichen Gottesdienst versammelten sich alle im Gasthaus Flieger zur Maibaumverlosung

Text und Foto: Christine Jahrstorfer