Großübung - Rauchentwicklung im Jugendhaus

90 Wehrmänner aus sieben Wehren übten im Jugendhaus den Ernstfall „Rauchentwicklung im Jugendhaus in Dornach mit vermissten Personen“, lautete die Alarmierung zur Großeinsatzübung am Mittwoch, zu der am frühen Abend die Freiwilligen Feuerwehren Eichendorf, Adldorf, Hartkirchen, Perbing, Kröhstorf, Dornach und Landau gerufen worden waren. Insgesamt waren 90 Wehrmänner und -frauen im Einsatz, um den Ernstfall in Dornach zu üben.

Innerhalb weniger Minuten nach der Alarmierung war die Ortswehr Dornach am „Einsatzort“ und sofort verschafften sich die Kommandanten Edmund Waldherr und sein Stellvertreter Martin Stangl nach dem Eintreffen am Übungsobjekt einen Überblick über das Ausmaß der Lage. Erster Kommandant Edmund Waldherr übernahm die Einsatzleitung. Besonders wichtig war es für den Einsatzleiter zu wissen, wie viele Personen vermisst wurden, da sich im Jugendhaus bis zu 30 Personen befinden können. Fast zeitgleich mit der Ortswehr Dornach traf auch die Ortswehr Hartkirchen am „Unglücksort“ ein. Sofort wurden die ersten „Rettungsversuche“ von der Wehr Hartkirchen eingeleitet und unter schwerem Atemschutz wurden die ersten vermissten Personen aus dem Gebäude gerettet. Aus Landau wurde der ELW 1 von der Unterstützungsgruppe „Örtliche Einsatzleitung“ (UG-ÖEL) angefordert. Das Fahrzeug rückt mit maximal vier Mann Besatzung aus, um bei Großschadensereignissen den örtlichen Einsatzleiter zu unterstützen. Die „fahrende Einsatzzentrale“ ist mit modernen Kommunikationsmöglichkeiten ausgestattet und stellt die Verbindung zwischen der Einsatzstelle und der Integrierten Leitstelle, der Kreiseinsatzzentrale und sonstigen Stellen und Behörden sicher. Nach dem Eintreffen der Stützpunktwehr Eichendorf am Übungsort teilte der Einsatzleiter den 1. Kommandanten Hans Peter Wandinger als Abschnittsführer „Personenrettung“ ein und Wandinger koordinierte den Einsatz der Wehren Eichendorf, Adldorf und Hartkirchen unter schwerem Atemschutz. Die „Florianjünger“ aus Adldorf wurden zusätzlich zur Menschenrettung mit der Drehleiter eingeteilt. Während die Atemschutzwehren mit der Personenrettung beschäftig waren, errichteten die Wehren Perbing, Dornach und Kröhstorf die benötigte Wasserversorgung für den Einsatz. Eine besondere Herausforderung stellte für die Ortswehren die Rettung der Personen über tragbare Leitern dar, da viele Personen an den Fenstern auf ihre „Rettung“ warteten. Die geretteten Personen wurden mit Krankentragen an einem Sammelplatz gebracht und sogleich medizinisch vom Helfer vor Ort Team aus Eichendorf versorgt. Mit strengem Blick verfolgten Kreisbrandmeister Max Schraufnagl und das Schiedsrichterteam mit Kreisbrandrat Josef Kramhöller und den Kreisbrandmeistern Alois Gamsreiter und Alfons Hallschmid den Übungsverlauf und jeden einzelnen Handgriff der Wehrmänner im Detail. Nachdem alle Personen gerettet und versorgt waren, versammelten sich die Übungsteilnehmer um das Schiedsrichterteam zu einer ausführlichen Übungsbesprechung. Dabei lobte Kreisbrandmeister Max Schraufnagl das gezielte und korrekte Vorgehen der Wehrmänner am „Einsatzort“ und die sichere und gekonnte Ausübung aller Handgriffe. Als herausragend wurde auch das perfekte Zusammenspiel der sieben beteiligten Wehren gewürdigt, deren Arbeit reibungslos ineinander griff. Auch Kreisbrandrat Josef Kramhöller lobte die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren und bedankte sich noch mal die für die gute und gelungene Übung der beteiligten Wehren. Viele Worte des Lobes hatte auch die zweite Bürgermeisterin Dr. Petra Loibl für alle Übungsteilnehmer, die das Geschehen mitverfolgt hatte. 90 Feuerwehrmänner haben in der Übung wieder einmal sehr deutlich demonstriert, dass die Freiwilligen Feuerwehren auf jeden Ernstfall bestens vorbereitet sind, und den Menschen in Not sofort und qualifiziert Hilfe leisten können, zollte Dr. Loibl den Wehren ihre Anerkennung. Die stellvertretende Gemeindespitze bedankte sich für die selbstlose und unermüdliche Einsatzbereitschaft aller Wehrmänner „um Gottes Lohn“, und ihre Bereitschaft, ihre Freizeit für Aus-, Fort-, und Weiterbildungen sowie Übungen zu opfern. Kommandant Edmund Waldherr bedankte sich bei allen Wehrmännern der sieben beteiligten Wehren für das hervorragende Zusammenspiel und bei Thomas Graf von der Diözese Passau für die Möglichkeit, im Jugendhaus üben zu können. Worte des Dankes und der Anerkennung richtete auch Thomas Graf an die Rettungskräfte und versicherte, es sei ein sehr beruhigendes Gefühl, im Ernstfall auf eine so hervorragend ausgebildete Einsatztruppe vertrauen zu können. Als kleine Anerkennung lud er im Namen der Diözese alle beteiligten Wehrmänner zu einer kleinen Brotzeit ein. Text und Foto: Susi Zinner