FREIWILLIGE FEUERWEHR HARTKIRCHEN

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Totenehrung 2018

Immer weniger Zeitzeugen Gemeinde, Feuerwehr und Schützen gedachten der Gefallenen

Hartkirchen. Am Samstag, am Vorabend zum Volkstrauertag, hat die Pfarrei Hartkirchen den in beiden Weltkriegen gefallenen und vermissten Soldaten gedacht. Einen würdigen Rahmen gaben die Vereinsabordnungen der Freiwilligen Feuerwehr und der Prinzenschützen Pitzling mit ihren Fahnen. Der Gottesdienst wurde vom Kirchenchor unter der Leitung von Christiane Aigner umrahmt. Pfarrer Adi Ortmeier zelebrierte den Gedenkgottesdienst. Im Anschluss daran begann der Gedenkakt zum Volkstrauertag, der vom Kirchenchor auf sehr eindrucksvolle Weise mit dem Lied „Teure Heimat“ aus „Nabucco“ von Giuseppe Verdi begonnen wurde.

Der Geistliche betete zusammen mit den Gottesdienstbesuchern für die Toten der beiden Weltkriege, für die Menschen, die durch Vertreibung und Flucht starben, die ihr Leben hingaben, als Soldaten, als Frauen und Männer bei der Polizei, der Feuerwehr für unsere Freiheit, für Frieden in der Welt, für ein faires Miteinander in unserer Gesellschaft. Kreisbrandmeister Max Schraufnagl verlas die Namen der aus der Pfarrei Hartkirchen gefallenen und vermissten Soldaten der beiden Weltkriege. Nach einem Gebet sprach der stellvertretende Bürgermeister Werner Straubinger am Ehrenmal. Straubinger betonte bei seiner Rede, dass wir niemals damit aufhören dürften, uns die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt vor Augen zu führen. Aus diesem Grund habe der Volkstrauertrag nach wie vor seine uneingeschränkte Berechtigung. Vor Kurzem verstarb der aus Hartkirchen stammende Franz-Xaver Damböck im Alter von 97 Jahren. Er war in Hartkirchen allen bekannt und viele kannten auch seine Lebensgesichte. Franz Xaver Damböck war ein Kriegsteilnehmer, einer der immer weniger werdenden Menschen, die aus den Kriegszeiten erzählen konnten, weil sie den Krieg hautnah miterleben mussten, sagte Straubinger. „Auch jetzt, in dieser Stunde, in der man sich zu einem stillen Gedenken versammelt, wird anderswo geschossen, geplündert, vergewaltigt. Der heutige Tag soll aber auch mehr denn je Mahnung an unsere Gesellschaft sein, eine solche Entwicklung niemals mehr zuzulassen“, betonte Straubinger. Am Ende seiner Ansprache legte der dritte Bürgermeister Werner Straubinger im Namen der Marktgemeinde Eichendorf zusammen mit dem Vorsitzenden der Feuerwehr, Markus Maidl, zum ehrenden Gedenken einen Kranz am Mahnmal nieder. Zu dem Lied vom „Guten Kameraden“ senkten sich die Fahnen.
Text und Foto: Christine Jahrstorfer

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